Osterdemo

Es gibt einiges zu berichten. Ostermontags hatte ich mich mit Wonne zu einem starken Völkchen gesellt, das per Rad, zu Fuß, Bus oder Bahn einem gemeinsamen Ziel entgegen strebte. Zu erinnern, zu mahnen angesichts einer verblendeten Menschheitstragödie. 25 Jahre Tschernobyl, 45 Tage Fukushima.

Wahrlich wenig Anlass zu feiern, vielmehr Anlass für alle Teilnehmer eine aprupte Kehrtwende einzufordern, weg von der lebensverachtenden Kerntechnologie, hin zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft, basierend auf der Kraft regenerativer Energien. Aber die Veranstaltung wurde dennoch zu einem großen Fest. Ein 15.000 schlaue Köpfe zählendes Völkchen, das friedlich aber auftrittsstark ihrer Überzeugung Gehör verschaffte: Abpfiff für die spaltende Kraft, sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie!

Doch zurück zum Kernthema dieses Blogs: Abends waren weitere Aufgaben zu bewältigen. Ein bester Freund hatte mich eingeladen. 3 mächtige Bienenvölker, jedes zahlenmäßig geeignet eine Demonstration zu gestalten, mussten nach Kauf in ihre neue Beute (Bienenhaus) umgesetzt werden. Spannend und lehrreich die Erläuterungen von Imker Wollenweber aus Tündern, der leicht beschurzt in kurzer Hose und kurzem Hemd über seine Leidenschaft dozierte, eingehüllt in Schwaden rebellierender Bienen und behende die Umsiedlung gestaltete. Wir trugen Hut, gut so für Grünohren mit neuen, unbekannten Leidenschaften. Nach erfolgreicher Verfrachtung des erstandenen Schatzes eine verpätete Attacke oder besser Imker-Lehrlingstaufe - ein schmerzhafter Stich in den Hals.

Somit Stichzahl: 1

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